Fremdwörterglossar Medizin



A

abdominell

den Unterleib betreffend.

Abszeß

Eitergeschwür; Ansammlung von Eiter in einem nicht vorgebildeten, sondern durch Gewebeeinschmelzung entstandenen, allseitig abgeschlossenen Gewebshohlraum.

Adynamie

Schwäche, Kraftlosigkeit

Aktinomykose

sog. Strahlenpilzkrankheit.

Albumine

in der Leber synthetisierte, gut wasserlösliche globuläre Proteine mit einem hohen Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren, machen als Serumalbumin ca. 52-62% des Gesamteiweißes im Blutplasma aus.

Albuminurie

Ausscheidung von Albumin im Urin. Referenzbereich: < 20 mg / 24 Std.

Anamnese

Vorgeschichte von Pat.; die Eigenanamnese beruht auf Angaben des Pat. selbst; eine Fremdanamnese wird von anderen Personen (Verwandte, Unfallzeugen) erhoben.

Anämie

Blutarmut.

Angina

Verengung.

Angina lacunaris

Mandelentzündung.

Anhidrose

fehlende Schweißsekretion.

Anisokorie

seitendifferente Weite der Pupillen (Pupillendifferenz > 1 mm).

Ankylostomiasis

Hakenwurmkrankheit durch Befall des Dünndarms.

Anorexie

Appetitlosigkeit; Herabsetzung des Triebes zur Nahrungsaufnahme.

Anosmie

völlige Aufhebung des Geruchsvermögens.

Apathie

Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit.

Aphonie

Stimmlosigkeit.

Apnoe

Atemstillstand, Atemlaehmung

Appendizitis

Entzündung des Wurmfortsatzes.

Arthritis

Gelenkentzündung

Ätiologie

Lehre von den Krankheitsursachen.

Auskultation

Abhorchen der im Körper entstehenden Schallzeichen meist mit einem Stetoskop.



B

Bakteriurie

Anwesenheit von Bakterien im Urin; wird bei Keimzahlen ab 100.000/ml als signifikante Bakteriurie bezeichnet.

Biopsie

Entnahme einer Gewebeprobe am Lebenden durch Punktion einer Hohlnadel unter Anwendung spezieller Instrumente.

BKS

Abk. für Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.

Bradykardie

langsame Schlagfolge des Herzens (unter 60 / min).

Bronchien

siehe Bronchus.

Bronchitis

Entzündung der Bronchialschleimhaut

Formen

Bronchus

Ast der Luftröhre.



C

Candida

(von lat. glänzend weiß) Gattungsbegriff für Sproßpilze der fungi imperfecti.

CRP

CRP Abkürzung für cAMP-Rezeptorprotein; positiv regulierender Faktor in der Transkription (RNA-Synthese) bei Bakterien.



D

Dermatom

Hautabschnitt.

Dermographismus

Hautschrift. Nach mechan. Reizung der Haut auftretende sichtbare Hautreaktion.

Diathese, hämorrhagische

Neigung zu Blutungen. Sammelbezeichnung für Krankheitszustände, die durch eine Blutungsneigung bzw. das Auftreten spontaner, schwer stillbarer Blutungen gekennzeichnet sind.

druckdolent

druckschmerzhaft, druckschmerzempfindlich.

Dyspepsie

leichte Verlaufsform einer akuten Ernährungsstörung im Säuglingsalter.

Dyspnoe

Mit subjektiver Atemnot einhergehende Erschwerung der Atemtätigkeit; i. d. R. mit sichtbar verstärkter Atemarbeit.

Dysurie

erschwerte, schmerzhafte Harnentleerung.



E

Effloreszenzen

sog. Hautblüten; Formen pathologischer Hautveränderungen.

Enanthem

(gr. hervorsprießen, blühen) entzündliche Veränderungen im Bereich der Schleimhäute.

Enteritis

akute bis subakute Darmentzündung.

Enzephalitis

Entzündung des Gehirns.

Klinik
v. a. plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, evtl. meningeales Syndrom, Bewußtseinsstörungen, psychische Störungen im Sinne einer Psychose. Im weiteren Verlauf evtl. Zeichen der Hirndrucksteigerung.

Diagnose
Lumbalpunktion zur Liquordiagnostik (meist starke Pleozytose); im Blut Neutrophilie und Leukozytose; EEG (Allgemeinveränderungen); Kernspinresonanztomographie (evtl. frühzeitiger Nachweis eines Hirnödems)

Epigastrium

Magengrube.

Epithel(-gewebe)

geschlossener ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der innere oder äußere Körperoberflächen bedeckt.

Erythrozyturie

siehe Hämaturie.

Exanthem

entzündliche Hautveränderung auf großen Bereichen der äußeren Haut mit einem bestimmten zeitlichen Ablauf (Beginn, Höhepunkt, Ende), wärenddessen verschiedene Effloreszenzen hervortreten können.



F

Fazialislähmung, periphere

Fazialislähmung, zentrale

Störung der mimischen Muskulatur, v. a. im Mundbereich.

Fettstuhl

siehe Steatorrhoe.

Fibrose

häufig auch als Sklerose bezeichnete Vermehrung des Bindegewebes.

Fieber, intermittierendes

intermittierendes Fieber steigt rasch an, fällt innerhalb von 24 Stunden auf normale Temperaturen und steigt erneut an.

Fissur

Spalte, Furche; z. B. als radiärer, meist tiefer, schmerzhafter Haut-, Schleimhauteinriß im Bereich des Analkanals.

Fistel

Röhrenförmige Verbindung zwischen Körperhöhlen bzw. Hohlorganen untereinander (innere F.) oder der Körperoberfläche (äußere Fistel).

Flockenlesen

siehe Krozidismus.

fötid

übelriechend, stinkend.



G

Gehirnhautentzündung

siehe Meningitis.

Genese

Erzeugung, Entstehung.

Giemen

siehe Rasselgeräusche.

Glandula

Drüse.

Glykoproteine

Eweiße, die einen Kohlenhydratanteil über 5% gebunden enthalten.

Granulozyten

Zu den Leukozyten gehörende Zellen.

Granulozytopenie

Verminderung der Granulozyten im Blut.

Granulozytose

Vermehrung der Granulozyten im Blut (?).



H

Hämaturie

path. Ausscheidung von Erythrozyten im Urin.

Hämorrhagie

Blutung.

Hypästhesie

Herabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen.

Hepatomegalie

Lebervergrößerung.

Hepatosplenomegalie

Leber- und Milzvergrößerung.

humoral

die Körperflüssigkeiten betreffend.

Hyperaemie

Blutüberfüllung eines Organs; Blutreichtum.

Hyperreflexie

meist in einer verbreiterten Reflexzone auslösbare gesteigerte Reflexe durch Ausfall hemmender Einflüsse.

Hyporeflexie

s. o., nur verringerte Reflexe

Hypotonie

Druck-, Spannungs- bzw. Tonuserniedrigung; meist bei Blutdruck.



I

Immunglobulin

Glykoproteine mit gemeinsamer Grundstruktur, die nach Kontakt des Organismus mit einem Antigen gebildet werden und als Antikörper in Serum, Gewebsflüssigkeiten und Körpersekreten für die humorale Immunität bedeutsam sind.

Inkubationszeit

Zeit zwischen der Ansteckung (Eindringen des Krankheitserregers in den Körper) bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen.

inspiratorisch

das Einatmen betreffend.

Insuffizienz

Schwäche, ungenügende Leistung eines Organs oder -systems.

interstitiell

im Zwischengewebe liegend

Interstitium

Zwischenraum; der zwischen den organtypischen Parenchymkomplexen liegende Raum, der Bindegewebe, Gefäße und Nerven enthält.

Invagination

Einstülpung eines Darmabschnittes in einen anderen.



K

Kandida

siehe Candida.

Katarrh

(katarrhalische Entzündung, Virusinfektion) Sonderform der serösen Entzündung an Schleimhäuten mit Beimengung von viel Schleim und abgestoßenen Epithelien.

Kehlkopfentzündung

siehe *&Laryngitis*.

klonisch

schüttelnd

kollateral

seitlich, auf derselben Seite des Körpers befindlich, benachbart.

Kolik

krampfartige Leibschmerzen; schmerzhaftes Zusammenziehen eines Hohlorgans.

Kolitis

Dickdarmentzündung.

Kolorit

Hautpigmentierung, Hautfarbe

konfluierend

zusammenfließend.

Konjunktivitis

Augenbindehautenzündung.

konjuktival

die Bindehaut betreffend.

Koplik(-Flecken)

Effloreszenzen der Wangenschleimhaut im Prodromalstadium von Masern.

Krozidismus

ruhelose Fingerbewegung in der Luft oder auf der Bettdecke.

Krypten

1. die verborgenen Gruben an der Tonsillenoberfläche, worin sich Bakterien ansiedeln können.
(2. Lieberkühn-Drüsen)

kutan

die Haut betreffend.

Kutis

Haut



L

Laryngitis

Kehlkopfentzündung, evtl. in Verbindung mit einer Pharyngitis; häufig in Zusammenhang mit Erkrankungen der oberen Luftwege, z. B. Erkältungskrankheiten; Symptome: Schmerzen, Heiserkeit, Fieber, Aphonie; Diagnose: in der Laryngoskopie gerötete Stimmlippen.

Laryngoskopie

instrumentelle Inspektion des Kehlkopfes.

Läsion

für Schädigung, Verletzung, Störung.

Leukämie

i.d.R. unheilbare Erkr. der weißen Blutzellen weitgehend unbekannter Herkunft.

Leukopenie

eigentlich Leukozytopenie; Verminderung der Gesamtleukozytenzahl unter 5000 / mm^3.

Leukozyten

weiße Blutkörperchen. Einteilung in Granulozyten (60-70%), Lymphozyten (20-30%) und Monozyten (2-6%) der Blutleukozyten.

Leukozytopenie

siehe Leukopenie.

Leukozytorie

Auftreten von Leukozyten im Urin als Hinweis auf Harnweginfektion.

Leukozytose

Vermehrung der Leukozytenzahl im Blut (über 10000 / mm^3).

Linksverschiebung

Form der Kernverschiebung; reichliches Auftreten von Metamyelozyten (stabkernigen und jugendlichen Granulozyten) im weißen Blutbild.

Liquor

Flüssigkeit (auch kurz für Liquor cerebrospinalis).

Liquor cerebrospinalis

Gehirn-, Rückenmark-Flüssigkeit.

Lumbalpunktion

spinalpunktion; Punktion zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbeldornfortsatz mit langer Hohlnadel.

Lungenentzündung

siehe Pneumonie

Lymphadenitis

Lymphknotenentzündung.



M

Macula

Fleck, Primäreffloreszenz der Haut, die durch abweichende Farbe gekennzeichnet ist.

meningeales Syndrom

siehe Syndeom, meningeales.

Meningen

Hirn- bzw. Rückenmarkhäute

Meningitis

Hirnhautentzündung, bzw. Entzündung der Rückenmarkhäute (M. spinalis), meist kombiniert (M. cerebrospinalis); meldepflichtige Erkrankung.

Formen

allg. Symptome
meningeales Syndrom, Fieber, Kopfschmerzen, evtl. Bewußtseinsstörungen, Krämpfe, Stauungspapille; beim Neugeborenen oft nur unspezifische Symptome.

Diagnose
Lumbalpunktion zur Liquordiagnostik und zum Erregernachweis im Liquor; bei bakterieller M. häufig starke Pleozytose.

Meningoenzephalitis

auf das Gehirn übergreifende Meningitis.

Meningomyeloenzephalitis

Rückenmarkshautentzündung (?)

Metastase

als Folge der Verschleppung best. Faktoren aus einem lokalen (primären) Krankheitsprozeß an anderer Stelle im Organismus enstandener sek. Krankheitsherd (Absiedlung).

Mikrofilarien

Erstes Larvenstadium der Filarien (Schlauch- oder Fadenwürmer) in Blut oder Haut.

miliar

hirsekorngroß, hirsekornähnlich.

Molaren

Mahlzähne.

Monozyten

zu den Leukozyten gehörende größte mononukleäre Zellen im Blut.

Morbilli

Masern.

mukokutan

die Schleimhaut betreffend (?).

multipel

vielfach.



N

neutrophil

besonders durch neutrale Farbstoffe anfärbbar.

Neutrophilie

vermehrtes Auftreten von neutrophilen Granulozyten im Blut meistens mit Vorliegen einer Linksverschiebung.



O

Ödem

(gr. Geschwulst, Schwellung) schmerzlose, nicht gerötete Schwellung infektiöser Ansammlung wässirger Flüssigkeit in den Gewebsspalten z.B. der Haut und Schleimhäute.

okzipital

am Hinterkopf (?).

Ösophagus

Speiseröhre.

Osteomyelitis

Knochenmarkentzündung, meist mit Knochenentzündung.

Ostitis

Knochenentzündung.

Otitis

Ohrenentzündung.

Otitis media

Entzündung des Mittelohrs.

Klinik
Fieber, Ohrenschmerzen, evtl. Ohrengeräusche, Schwerhörigkeit, druckschmerzhafter Prozessus mastoideus; im Säuglings- und Kindesalter stehen häufig umspezifische Symptome wie Dyspepsie mit Erbrechen und Gedeihstörungen und evtl. Zeichen eines meningealen Syndroms im Vordergrund.

Diagnose
in der Otoskopie; anfangs gerötetes und entdifferenziertes Trommelfell mit pathol. Trommelfellreflex.

Otoskopie

direkte Untersuchung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells mittels Ohrtrichter oder Otoskop.



P

Pandemie

Ausbreitung einer Infektionskrankheit über Länder und Kontinente.

Papel

Primäreffloreszenz; bis erbsengroßes Knötchen.

papulös

warzenartig.

Papilla

warzenartige Erhebung.

Parenchym

die speziellen Zellen eines Organs, die dessen Funktion bedingen.

Parese

inkomplette Lähmung

Parotis

Ohrspeicheldrüse

pathogen

krankheitserregend, krankmachend

pathognomisch

für eine Krankheit kennzeichnend

pathologisch

krankhaft

Perforation

Durchbruch, Durchbohren, Eröffnung einer geschlossenen Körperhöhle oder -struktur, meist eines Hohlorganes.

Peri-

Wortteil mit der Bedeutung um...herum, in der Umgebung von überschreitend, übermäßig.

Petechien

kleinste punktförmiger Haut- oder Schleimhautblutungen (Kapilarblutung)

Pharyngitis

Entzündung im Rachenbereich.

Pigmente

Farbstoffe im Körper.

Pleozytose

erhöhte Zellenzahl; i. e. S. im Liquor cerebrospinalis.

Pleura

Brustfell.

Pleuritis tubercolosa

Brustfelltuberkulose.

Pneumonie

Entzündung des Lungenparenchyms unterschiedl. Ursache, meist mit infektiöser Genese.

Klinik
Meist akuter Beginn mit Schüttelfrost, gefolgt von schnellem Temperaturanstieg (39-40 °C), Tachykardie, Tachypnoe, inspiratorisches Nachschleppen der betroffenen Thoraxseite bei insgesamt oberfl"achiger Atmung, evtl. Nasenflügelatmen (heftige Bewegungen der Nasenflügel), bei ausgedehntem Prozess Zyanose, meist starker Hustenreiz und zunächst uncharakteristischer Auswurf, vom zweiten Tag an häufig typisch rostbraun mit Blutbeimengungen; das Allgemeinbefinden ist meist deutlich beeinträchtigt; die Patienten schwitzen stark, häufig tritt ein herpes labialis auf; bei Kindern verlaufen P. häufig mit heftigem Erbrechen, Krämpfen und Zeichen eines meningealen Syndroms, oft werden von der Pleura ausgehende Schmerzen in den Unterbauch lokalisiert.

Diagnose
röntg. Nachweis eines pulmonalen Infiltrats; im Blutbild häufig Leukozytose mit Linksverschiebung; außerdem stark beschleunigte BKS; der Erregernachweis erfolgt mikrobiologisch (Sputum, LungenBiopsie).

Prodrom

(gr. Vorläufer) Vorzeichen, Frühsymptom.

Protozoen

Urtierchen, tierische Einzeller.

Psychose

Geisteskrankheit; allg. Bezeichnung für psych. Störungen mit strukturellem Wandel des Erlebens.

Ptosis

Herabhängen des Oberlides durch Lähmung des M. levator palpebrae superioris.

Pulmo

Lunge.

pulmonal

zur Lunge gehörend.

Pyelonephritis

bakterielle Entzündung des Niereninterstitiums.

Klinik
Die akute PN ist durch Fieber, evtl. Schüttelfrost und entlang dem Harnleiterverlauf in die Genitalgegend ausstrahlende Schmerzen in einer oder beiden Flanken gekennzeichnet; häufig Abgeschlagenheit und Durstgefühl; unter Umständen übelkeit, Erbrechen.

Diagnose
Urin mittels Teststreifen klinischer Harnuntersuchung; Nachweis einer signifikanten Bakteriurie; bakteriologische Bestimmung von Keimart und -zahl; Ultraschalldiagnostik zum Nachweis einer Harnstauchung; Beurteilung von Formabweichungen der Nieren; Röntgendiagnostik; Nierendiagnostik.

Pylorusstenose

Einengung des Magenausgangs.

Pyurie

sog. Eiterharn; Eiterbeimischung zum Harn mit makroskopischer schlieriger Trübung bei eitrigen Entzündungen im Bereich des Urugenitaltrakts.



R

Rasselgeräsche

Durch Auskultation feststellbare Atmungsgeräusche, die durch ödem, Spasmus und andere Faktoren im Bereich der Bronchien entstehen.

respiratorisch

die Atmung betreffend.

respiratorische Insuffizienz

Atemnot mit Störung des pulmonalen Gasaustausches.

Rheumatismus

veraltete, ungenaue Bezeichnung für Beschwerden am Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen.

Rhinitis

Schnupfen (oberflächiger Katarrh der Nasenschleimhaut).

Rhinoskopie

instrumentelle Untersuchung der Nasenhöhle.



S

Sekret

Absonderungsprodukt.

Sekundärinfektion

Infektion eines bereits von einem (Mikro-)Parasiten befallenen Organismus, wobei dem zweiten Erreger der Weg der Ansiedlungsmöglichkeit durch den ersten vorbereitet wurde.

sensomotorisch

Sinne und Bewegungsapparat betreffend.

Sepsis

sog. Blutvergiftung; Allgemeininfektion mit Krankheitserscheinungen, die inf. konstanter od. periodischer Aussaat von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) von einem Herd aus in die Blutbahn auftreten.

Klinik
Das klinische Bild ist typischerweise durch hohes, intermittierendes Fieber gekennzeichnet: bei Kleinkindern treten manchmal Krampfanfälle (Fieberkrämpfe), bei Erwachsenen Schüttelfrost. Das Allgemeinbefinden der Pat. ist deutlich beeinträchtigt: Häufig grau-blasses Hautkolorit, auf der Haut petechiale Blutungen, gelegentlich Exantheme, im weiteren Verlauf Milz- und Lebervergrößerungen, sowie infektiös-toxische Schädigungen an inneren Organen (Herz, Niere): septische Metastasen können eine Meningitis oder einen HirnAbszeß, Lungenabszeß, eine Arthritis oder Osteomyelitis hervorrufen. Bei Säuglingen können alle typischen Sepsiszeichen und sogar das Fieber fehlen.

Diagnose
Abnahme mehrerer Blutkulturen zur Erregeridentifizierung mit Resistenzbestimmung, sind unbedingt vor Beginn der Antibiotikatherapie abzunehmen; im Blutbild anfangs auffällige Granulozytose mit starker Linksverschiebung, ohne daß die GesamtLeukozytenzahl schon erhöht zu sein braucht, nach einigen Stunden bis Tagen Leukozytose mit toxisch granulierten Leukozyten, nachfolgend Entw. einer Anämie. Für die BKS gilt ebenfalls eine in wenigen Stunden zunehmende Tendenz.

serös

1. auf Serum bezogen; 2. vorwiegend oder ganz aus Serum bestehend, z. B. Ergüsse, Wundsekretion

Serum

wässriger, leicht gelb gefärbter Bestandteil des Blutes; ungerinnbar.

Sinus

Vertiefung, Höhle.

Sinusitis

Entzündung eines Sinus; i. e. S. akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen.

Klinik
allg. Abgeschlagenheit, Gesichts- und Kopfschmerzen, (einseitige) Behinderung der Nasenatmung; die chronische S. verläuft symptomarm.

Diagnose
Rhinoskopie, Ultraschalldiagnostik, Röntgen, Sinuskopie, Probepunktion und bakterielle Untersuchung des Sekrets.

Sinuskopie

endoskopische Untersuchung der Nasennebenhöhlen, v. a. der Kieferhöhlen, auch der Stirn- und Keilbeinhöhlen.

Somnolenz

Schläfrigkeit.

Spasmus

Krampf; unwillkürliche Muskelkontraktion.

spinal

zur Wirbelsäule, zum Rückenmark gehörend.

Splenomegalie

Milzschwellung, sog. Milztumor: Vergrößerung der Milz.

Sputum

Auswurf, Expektoration; expektoriertes Bronchialsekret.

Stauungspapille

diagn. wichtige Veränderung des Augenhintergrunds, gekennzeichnet durch Schwellung, knopfförmige Verwölbung und glasige Trübung der Sehnervenpapille mit Verlust ihrer scharfen Begrenzung.

Steatorrhoe

Stuhlfettausscheidung (über 7 g / Tag) als Folge eines Mißverhältnisses zwischen oraler Fettaufnahme und Fettverdauung.

Strabismus

Schielen, Abweichen der Augenachsen von der Normalstellung.

Stridor

pfeifendes Atemgeräusch bei Verengung oder Verlegung der oberen Luftwege.

Syndrom, meningeales

Kombination von Symptomen, die durch eine Erkrankung der Meningen verursacht wird, insbesondere Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, vegetative Störungen (Bradykardie, Erbrechen) usw.

Szintigraphie

nuklearmed. bildgebendes Verfahren unter Verwendung möglichst kurzlebiger Radionuklide bzw. Radiopharmaka, die sich in den zu untersuchenden Organen oder Geweben (Tumor) entweder relativ selektiv anreichern oder nicht gespeichert werden.



T

Tachykardie

Steigerung der Herzfrequenz über 100/min.

Tachypnoe

beschleunigtes Atmen; in schweren Fällen bis zu 100 Atemzüge pro Minute.

Ursachen
erhöhter Sauerstoffbedarf (Fieber, körperl. Belastung) oder erniedrigtes Sauerstoffangebot.

Thorax

Brustkorb.

Thrombozyten

sog. Blutplättchen.

Thrombozytose

sog. reaktive vorübergehende Vermehrung der Thrombozytenzahl im Blut (i. a. nicht über 1 Million / mm^3).

tonisch

den Tonus betreffend.

Tonsillen

Mandeln.

Tonus

Spannungszustand.

Trachea

Luftröhre



U

urogenital

Harn- und Geschlechtsorgane betreffend.

Uvula

Zäpfchen am Gaumen.



V

Varizellen

Windpocken.

viszeral

die Eingeweide betreffend.

Vulvovaginitis

akute oder chronische Entzündung von Vulva und Vagina.

Vulvovaginitis herpetica

durch Inf. mit Herpes genitales hervorgerufene Vulvovaginitis, mit gruppiert stehenden Bläschen und Erosion an Vulva, Vagina und Portio.



Z

zentripetal

zum Zentrum hinführend.

zervikal

Hals- und Nackengegend betreffend.

Zyanose

Blau-rote Färbung von Haut und Schleimhäuten, in Folge Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut.

Zystizerkose

Befall des Menschen mit Larven des Schweinebandwurms.